Frederick sammelt Farben und Töne

Während die Mäuse im Herbst fleißig Früchte als Vorrat für den Winter sammeln, liegt Frederick in seinem Liegestuhl und sonnt sich. Aber er ist nicht faul! Er sammelt Sonnenstrahlen, Farben und Töne. Was sich damit anfangen lässt, erfahren die Kinder im „U6-Gottesdienst“ in Bockenem.

Nachdem es 2012 für die Kleinsten, die „U6“-Kinder, einen eigenen, ganz speziellen Gottesdienst gegeben hatte, in dem sie die spannende Geschichte von Noah und seiner Arche gehört hatten, war nun die Frage, was die Kinder in diesem Jahr erwartet. Als Termin für den diesjährigen „U6-Kindergottesdienst“ ist der Sonntag vor dem Erntedanktag, der 29. September 2013, gewählt worden.

Passend zu diesem Datum ist die Kirche festlich mit vielen bunten Laubblättern geschmückt. Zur Begrüßung bekommen die Kinder ein Namensschild umgehängt, auf dem eine Maus abgebildet ist. Was es damit auf sich hat, wird noch nicht verraten.

Als die Kinder im Kirchenraum versammelt sind, erzählt Susanne Schöppinger ihnen die Geschichte von Frederick, der Maus. Im Herbst, mit seinen leuchtenden Farben und den vielen Früchten, sind die Mäuse ganz fleißig und sammeln Vorräte für den kalten Winter. Die Kinder singen dazu mit Petra Borchert das Lied „Du gabst uns die Sonne“. Aber nicht alle Mäuse sammeln die Früchte: Frederick liegt lieber in seinem bequemen Liegestuhl. Und auf die Frage der andern Mäuse, warum er nicht mitmacht, gibt er so komische Antworten, dass er Sonnenstrahlen und Farben und Töne sammelt. Das soll einer verstehen!

Dann kommt der Winter und die Mäuse verkriechen sich in ihrer Höhle. Da kuscheln sie sich zusammen und freuen sich über ihre Vorräte. Aber der Winter ist lang und die Vorräte gehen zur Neige, sie fangen an zu frieren und werden ganz trübsinnig. Jetzt kommt Fredericks große Stunde: Er erzählt den anderen nun von den schönen Farben und den Sonnenstrahlen, die er gesammelt hat, als alle dachten, er wäre faul. Den anderen Mäusen wird ganz warm beim Zuhören. Und als Frederick mit den gesammelten Tönen ein Lied anstimmt, singen alle mit: „Hast du heute schon danke gesagt?“ Ja, das hat Frederick gut gemacht.

Damit beginnt der eigentliche Gottesdienst, den Priester Uwe Bunert unter das Wort 5. Mose 6, 6.7 stellt:

„Behaltet die Gebote im Gedächtnis, die ich euch heute verkünde. Prägt sie euren Kindern ein und sagt sie ihnen immer wieder vor – zu Hause und auf Reisen, wenn ihr euch schlafen legt und wenn ihr erwacht.“

Wir wollen nicht nur die offensichtlich notwendigen Dinge sammeln und weitergeben, sondern unseren Kindern und überhaupt den Menschen von Gott erzählen und von seinen Geboten, seiner Liebe und seinem Plan für uns. Nichts ist für Kinder schöner, als zusammen zu kuscheln, etwas erzählt zu bekommen und gemeinsam zu singen. Geben wir unseren Kindern und Enkelkindern dieses Glücksgefühl gemeinsam verbrachter Zeit.

Nach dem Gottesdienst gibt es zur Stärkung für den Heimweg noch einen kleinen Imbiss.

Auch diesmal freuen sich die Eltern wieder über den kindgerechten Gottesdienst, der den Kleinen zeigt, dass sie in der Kirche willkommen sind.

Text: U.B. / Fotos: D.W.