Wir teilen – Kindergottesdienst für die „Großen“

Was bringe ich bloß mit? Diese Frage stellte sich den Religions- und Konfirmandenschülern und ihren Lehrern, denn mit der Einladung zum Kindergottesdienst war die Aufforderung verknüpft, etwas zum Teilen mitzubringen.

Für viele war die Frage dann mit „Süßigkeit“ beantwortet. Einige brachten ein paar Kastanien mit, wieder andere kleine Marmeladetöpfchen oder kleine Steh-auf-Männchen. Aber auch Teebeutel wurden geteilt. Bezirksevangelist Holger Bickel, der den Gottesdienst leitete, demonstrierte zu Beginn ganz praktisch mit einer Schere, wie viel – oder richtiger gesagt, wie wenig – von einem Bild übrig bleibt, wenn man es zehnmal durchschneidet: Nur ein kleines Fitzelchen Papier. Immerhin! Die Münze, die er anschließend aus der Tasche holte, ließ keine Teilung zu. Viel besser ging es dann mit dem Granatapfel, der viele, viele wohlschmeckende Kerne hergab – das wurde nach dem Gottesdienst getestet!

Dem Gottesdienst wurde das Wort aus Apostelgeschichte 3,6 zugrunde gelegt:

„Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!“

Der Gelähmte bekam von den beiden Aposteln nicht das, was er erhofft hatte, aber er bekam etwas viel Besseres! Petrus und Johannes hatten kein Gold und Silber, das sie hätten teilen können, aber sie hatten viel mehr! Auch wir haben heute viel mehr als wir glauben, wenn wir uns bewusst werden, dass Gott uns lieb hat. Und wir können nicht nur Gegenständliches teilen, wir können auch Stimmungen wie Freude und Traurigkeit teilen. Wenn wir unsere Zeit im Gebet mit Gott teilen, können wir merken, dass er unsere Freude verdoppelt und unsere Sorgen halbiert.

Nach dem Gottesdienst war bei einem kleinen Imbiss Gelegenheit, im Gespräch seine Gedanken und Empfindungen aus dem Gottesdienst mitzuteilen. Die Religionsschüler und die Konfirmandenschüler bereiteten den Gottesdienst in zwei Gruppen noch einmal auf. Währenddessen trafen sich ihre Lehrkräfte zu einer Besprechung. So war die Zeit gut genutzt, bis man wieder nach Hause fuhr. Und wer weiß, vielleicht hat da ja auch noch jemand etwas abbekommen.

Text: U.B. / Fotos: P.B. und S.S.