Palmsonntag mit dem Bezirksapostel in Bockenem

Am Palmsonntag hielt Bezirksapostel Wilfried Klingler in der Kirche Bockenem einen Gottesdienst, zu dem auch die Gemeinde Rhüden eingeladen war. Das Kirchenschiff war mit 113 Gottesdienstteilnehmern bis auf den letzten Platz gefüllt.

Nach dem Eingangslied „Gott, mein Licht, erleuchte mich“, Gebet, BibelwortLukas 19,41.42 und Chorgesang folgte durch den Bezirksältesten i.R. Wilhelm Heise eine Bibellesung zum Palmsonntag.

Zu Beginn sprach der Bezirksapostel davon, dass die Feier des Palmsonntags in den christlichen Kirchen schon eine lange Tradition hat. In der Neuapostolischen Kirche wurden bislang an diesem Tag auch die Konfirmationen in den Gemeinden gefeiert. Von diesem Jahr an gilt die Regelung, dass Konfirmationen zwischen Ostern und Pfingsten stattfinden sollen, damit im Ablauf des Kirchenjahres stärker auf den Palmsonntag eingegangen werden kann.

Was ging dem Palmsonntag vor 2000 Jahren voraus? Jesus hatte in Betanien Lazarus, der verstorben war, zum Leben erweckt. Das hatte sich herumgesprochen wie ein Lauffeuer. Jetzt hofften die Menschen, da kommt ein neuer Machthaber, der wird uns befreien, endlich sind wir die Römer los. Den Kindern gab man Palmenzweige in die Hände, ein Zeichen des Friedens und des Sieges, und Kleider wurden ausgebreitet.

Jetzt zeigten sich die zwei Naturen in Jesus, der ganz Mensch war und ganz Gott ist. Im Alten Testament ist bei der Salbung des Königs David zu lesen, dass Gott die Worte sprach: „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an“ (1. Samuel 16, 7). Als die Menschenmenge in Jerusalem Jesus zujubelte, sah Jesus tiefer. Er fing bitterlich zu weinen an, weil man seine wahre Sendung nicht erkannte. Was hätte damals zum Frieden gedient? Christus zu erkennen, der vom Vater ausgegangen war und den Auftrag hatte, die Menschen mit Gott zu versöhnen.

Was möchten wir denn heute? Wenn wir in einen Gottesdienst gehen, dann möchten wir die Dreieinigkeit Gottes erleben. Außerdem ist Frieden ein besonderer Schwerpunkt in unserem Leben. Frieden beschreibt zunächst das Verhältnis zwischen Menschen, dem Einzelnen, der Gruppe und Gott selbst. Unsere Aufgabe ist es, sich selbst in die Pflicht zu nehmen, ein „Bote des Friedens zu sein“, zu erkennen, was dient dem Frieden in der Familie, in der Gemeinde und in meinem Umfeld.

Es war eine besondere Botschaft in diesem Palmsonntagsgottesdienst und ein Leitfaden für den Lebensweg, immer vor dem Handeln zu überlegen: was dient jetzt zum Frieden?

Bischof Winfried Sommer und Bezirksälteste Andreas Dahlke gaben weitere Predigtbeiträge. Zum Schluss sang der Männerchor das Lied „Vater mein Vater erlöse mich“.

Text: H.K. / U.B. Fotos: H.K.