Konfirmation in Bockenem

Konfirmation ist immer ein besonderes Fest für die ganze Gemeinde, an dem junge Christen den Segen Gottes empfangen. In der Gemeinde Bockenem waren es zwei, Jana Reulecke und Patrick Oelschig.

Besondere Empfindungen lagen schon im Eingangslied: „Vor die Gemeinde treten, Herr, diese Kinder dein, die feierlich geloben, dir ewig treu zu sein.“ (GB 313) Nach dem Eingangsgebet und dem Chorlied wurde der Konfirmandenbrief des Stammapostels vorgelesen. Darin gab er den Konfirmanden ein besonderes Wort Psalm 25,12 mit auf den Weg:

„Wer ist der Mann, der den Herrn fürchtet? Er wird ihm den Weg weisen, den er wählen soll.“

Der Vorsteher, Bezirksevangelist Holger Bickel, sprach zu Beginn von dem Sprung in die richtige Richtung, in die Gemeinde, in die Jugend, in die Nähe Gottes. Bezug nehmend auf das Bibelwort führte er aus, dass der Herr uns den richtigen Weg weist, wir müssen ihn nur gehen. Schwerpunktthema der Predigt war die Gottesfurcht, ein ungebräuchlicher Begriff in unserer Zeit. Er bedeutet nicht, vor Gott zu erschaudern, zu erzittern oder Angst zu haben, nein, sondern tiefe Ehrfurcht, Demut und Gottvertrauen zu haben. Gottesfurcht umschreibt ein täglich neues Ernstnehmen Gottes. Als der Engel Maria die Botschaft brachte, dass sie die Mutter des Gottessohnes werden sollte, sagte sie: „Mir geschehe, wie du gesagt hast.“ Das war Gottesfurcht und Gottvertrauen. Was kennzeichnet einen gottesfürchtigen Menschen? Er ist sich seiner Abhängigkeit von Gott bewusst. Er sucht und pflegt die Verbindung zu Gott. Er fragt nach den Willen Gottes. So sollen auch unsere Konfirmanden auf dem weiteren Weg sich immer in die Hand Gottes begeben, um im Segen zu stehen.

Nach dem „Unser Vater“ und der Sündenvergebung kam der feierliche Augenblick, an dem die Konfirmanden an den Altar traten und das Konfirmationsgelübde ablegten. Sie empfingen dann den Segen des dreieinigen Gottes und den Segen der sie umgebenden Gemeinde. Danach bekamen die Konfirmanden den Brief des Stammapostels überreicht. Nach der Feier des Heiligen Abendmahls, dem Schlusssegen und dem abschließenden Chorlied nahmen die Konfirmanden die Glückwünsche der Gemeinde entgegen.

Der Wunsch für die Konfirmanden ist, an der Hand Gottes zu bleiben.

H.K.