Gottesdienst für Hörgeschädigte in Bad Grund

Zum dritten Mal fand in Bad Grund (Harz) ein Gottesdienst für Hörgeschädigte statt. Dazu waren hörgeschädigte Glaubensgeschwister und Gäste aus der gesamten Gebietskirche Niedersachsen angereist.

Am 26. November 2006 hielt Bischof Rainer Knigge in Bad Grund (Harz) einen Gottesdienst für Hörgeschädigte. Es war für die dortige Gemeinde das dritte Mal, dass sie einem solchen Gottesdienst erlebte. Der Bischof legte Wort Römer 15, Vers 7 zugrunde, mit dem Bezirksapostel Wilfried Klingler eine Woche zuvor den Gemeinden seines gesamten Arbeitsbereiches in einem Übertragungsgottesdienst in der Kirche Hildesheim gedient hatte: "Darum nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob."

Aus der gesamten Gebietskirche Niedersachsen waren ca. 40 hörgeschädigte Glaubensgeschwister und Gäste angereist. Bischof Knigge wurde begleitet vom Bezirksvorsteher des Bezirks Wolfenbüttel, dem Bezirksältesten Klaus Götz, sowie weiteren priesterlichen Ämtern, die die hörgeschädigten Geschwister teils schon seit vielen Jahren betreuen.

Es war der Wunsch des Bischofs, die Gedanken des Bezirksapostels zu vertiefen. "Alle Menschen so annehmen, wie sie sind, ist eine ständige Aufgabe", so der Bischof, "gerade wenn der Nächste anders ist, als man sich wünscht oder als man es erwartet". Maßstab für das Annehmen des Nächsten sei Jesus Christus, der alle Menschen gleichermaßen liebte und annahm. Er sei damit ein Vorbild an Toleranz für die gesamte Menschheit.

Der Bezirksälteste rief im Mitdienen dazu auf, Freundlichkeit in die Umgebung hineinzutragen. Damit müsse sofort begonnen werden, heute und jetzt.

Priester Carsten Fink aus Hannover diente mit - erstmals in der Gebärdensprache.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurden alle Geschwister mit einem liebevoll von der Gemeinde vorbereiteten Imbiss versorgt.

Zahlreiche Gespräche konnten geführt werden, sowohl zwischen den Hörgeschädigten selbst als auch mit den anwesenden Geschwistern und Amtsbrüdern. Am Schluss konnte festgestellt werden, dass dieser Tag wieder ein Tag der Freude und der gegenseitigen Stärkung gewesen sei.

T.B.