Musikalische Zeitreise mit dem Jugendprojektchor

Dreimal volle Kirchen in Wolfenbüttel, Goslar und Seesen - das hätten sich die etwa 30 Jugendlichen vor eineinhalb Jahren beim Start ihres Projektes "Musikalische Zeitreise - Gott loben in vielen Epochen" nicht träumen lassen. In vier Sprachen und hinterlegt mit einer zu den Liedtexten passenden Bilderschau präsentierten sie Lieder von der Renaissance bis zur Gegenwart.

Dreimal begeisterte der Jugendprojektchor des Bezirkes Wolfenbüttel mit einem Konzert: am 17. Februar 2007 in Wolfenbüttel, am 23. Februar 2007 in Goslar und schließlich am 25. Februar 2007 in Seesen. Die etwa 30 Jugendlichen unter der Leitung ihres Dirigenten Constantin Brämer nahmen die Zuhörer in den jeweils sehr gut besetzten Kirchen mit auf eine "Musikalische Zeitreise".

Über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren war dieses Projekt entwickelt worden. Thematisch war es eine Reise durch die Musikepochen der Geschichte. Dabei wurden hauptsächlich geistliche, aber auch weltliche Lieder einbezogen.

Zu Beginn des jeweiligen Konzertes zog der Chor summend in die Kirche ein. Das Summen ging über in den Gesang des aus dem 16. Jahrhundert stammenden Liedes "Puer Natus", vorgetragen in lateinischer Sprache. Nach drei Vokalstücken der Renaissance und des Frühbarocks kamen zwei Instrumentalstücke zum Vortrag. Zwei Violinen, Cello und Piano spielten ein Concerto von J.V. Rathgeber. Danach war von Violine, Klarinette und Cello ein Divertimento von J. Haydn zu hören.

Das altrussische "Tjebe Poem" von D. Bortnjanski setzte das Vokalprogramm fort. Die beiden nachfolgenden Stücke "Komm, Heil’ger Geist", ebenfalls von D. Bortnjanski, und die von J.H. Lützel vertonten Verse aus dem 71. Psalm "Herr, mein Gott" begeisterten durch ihre Dynamik und die jugendliche Frische.Zeitgenössische Klänge wie "I’m as free a little bird" von P.E. Ruppel und "Suchet zuerst Gottes Reich" von K. Lafferty führten weiter und zeigten, dass auch im letzten Jahrhundert das Lob Gottes aktuell war.

Höhepunkt des Konzertes war der afrikanische Spiritual "Ameni", bei dem Lennart Irmer das Solo sang. Die sich im Laufe des Konzertes immer mehr gesteigerte Atmosphäre entlud sich jedes Mal in einem Applaus, der Zugaben einforderte. Zuvor waren alle Zuhörer aufgefordert, mit dem Chor das bekannte Stück "Irische Segenswünsche" zu singen.

Die Vokalstücke dieses Konzertes wurden mit der Präsentation von einfühlsam ausgewählten Bildern hinterlegt, die die Atmosphäre des jeweiligen Liedes unterstrichen.

U.B. Fotos: Jö.La.