Bezirksgottesdienst in Wolfenbüttel

Wolfenbüttel. Nach mehreren Jahren war es wieder einmal so weit, dass alle Gemeinden im Bezirk Wolfenbüttel einen gemeinsamen Gottesdienst mit dem Bezirksapostel erleben konnten. Am Ende des Gottesdienstes wurde für die Gemeinde Wolfenbüttel ein Evangelist ordiniert.

Nach mehreren Jahren war es wieder einmal so weit, dass alle Gemeinden im Bezirk Wolfenbüttel einen gemeinsamen Gottesdienst mit dem Bezirksapostel erleben konnten: Am 29. April 2007 kamen über 1.000 Gottesdienstbesucher in der Wolfenbütteler Lindenhalle zusammen. Auch die Gemeinde Schöppenstedt (Bezirk Braunschweig) war eingeladen.

Der Bezirksapostel legte dem Gottesdienst das Wort 1. Petrus 1,18.19 zugrunde:

"Ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes."

Der Gottesdienst wurde umrahmt von Vorträgen eines Bezirkschores, eines Bezirksorchesters, eines Jugendchores und eines weiteren kleinen Chores.

Schon tags zuvor waren viele helfende Hände damit beschäftigt, die Halle zu einem festlichen Gottesdienstraum zu gestalten. Auch dafür gilt es, einmal Danke zu sagen.

In seiner Predigt ging der Bezirksapostel zunächst auf das Lied des Chores ein "Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses". Mit dieser Stätte ist nicht ein Gebäude gemeint, sondern die Gemeinde des Herrn. Lasst uns diese Gemeinde Gottes lieben! Der Allmächtige ist es, der immer wieder die Seelen anrührt, dass sie die Größe Gottes erkennen. Es ist ergreifend, dass es in dieser Zeit, in der Gott und Religion an Bedeutung verlieren, möglich ist, tausend Menschen zusammen zu bringen, die Gottes Wort hören und seine Gnade erleben möchten. Das wollen wir nicht als selbstverständlich auffassen.

Weiter heißt es dann in dem Lied: "ER hat uns gemacht!" Nicht handwerklich geschaffen, sondern ER hat Ja zu unserem Leben gesagt, hat uns hinein gerufen in dieses Leben und hat uns bis zu diesem Augenblick begleitet. Unsere gesamte Entwicklung, alles was wir tragen und dulden konnten, geschah mit der Kraft von oben. "ER hat uns gemacht!" Wenn man das auf sich wirken lässt, zieht tiefe Dankbarkeit durch die Seele. Diese Dankbarkeit lässt uns Gott anbeten.

Jeremia sagte einmal: "Suchet der Stadt Bestes ... und betet für sie..." (Jeremia 29, aus 7). Jesus stand vor Jerusalem und machte sich Gedanken, was das Beste wäre für diese Stadt. Dann sprach er: "Wenn doch auch du erkenntest zu dieser Zeit, was zum Frieden dient!" (Lukas 19, aus 42). Was dient heute zu unserem Frieden? Christus in seinem Verdienst, im Wort, im Wirken und in seiner Gesandtschaft aufnehmen!

Bezug nehmend auf das Textwort stellte der Bezirksapostel die Frage: Was ist nichtiger Wandel? Nichtiger Wandel ist, den Blick nur auf das Irdische und Vergängliche zu richten.
Dazu gab er drei Beispiele: Als das Volk Israel das goldene Kalb goss, um einen Gott zum Anfassen zu haben, war das nichtiger Wandel. Als der reiche Kornbauer Scheunen voller Getreide hatte und seiner Seele empfahl: "Iss, trink und habe guten Mut!", führte er einen nichtigen Wandel, denn er vergaß etwas zu tun, damit er reich bei Gott sei. Dem reichen Jüngling riet Jesus, seinen Reichtum den Armen zu geben und ihm nachzufolgen. Aber das war ihm zu schwer; so führte er weiter einen nichtigen, auf das Irdische orientierten Wandel.

Am Ende des Gottesdienstes wurde für die Gemeinde Wolfenbüttel ein Evangelist ordiniert: der bisherige Priester Peter Syfus, bis vor kurzem Vorsteher der Gemeinde Wittmar. Seit dem 15. April 2007 ist die Gemeinde Wittmar im Zuge der Gemeindestrukturreform in die Gemeinde Wolfenbüttel integriert.

U.B. Fotos: T.B.

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